"Inception" – Leonardo DiCaprio setzt auf Solarzellen

Solarzellen im Einsatz beim Dreh von Inception - Rainer Sturm, Pixelio.de
Solarzellen im Einsatz beim Dreh von Inception - Rainer Sturm, Pixelio.de
Mit Inception gelingt Nolan ein Meisterwerk der Extraklasse. Auch für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio geht ein Traum in Erfüllung - hinter den Kulissen...

Erfolgsregisseur Christopher Nolan, Macher der neu aufgelegten Batman-Reihe und der Independent-Movies „Memento“ und „The Prestige“, gilt als einer der begabtesten Filmemacher unserer Zeit. Mit dem Science-Fiction-Actionthriller„Inception“ schafft er ein beeindruckendes Spektakel aus verschachtelter Wirklichkeit und Illusion, gekoppelt mit noch nie dagewesen visuellen Effekten, dargestellt von einem hochkarätigen Schauspieler Ensemble.

Die Story von „Inception“

Geistiges Eigentum zu stehlen ist unrühmlich, aber leider nichts Ungewöhnliches. Es allerdings dort zu stehlen, wo es entsteht, nämlich im Gehirn, ist das Spezialgebiet von Dom Cobb (Leonardo DiCaprio). „Extraction“ heißt diese moderne Form des Diebstahls, die im Film zum Zwecke der Industrie-Spionage eingesetzt wird. Traum-Architekten entwerfen luzide Fantasiewelten, in denen es möglich ist, sich mittels eines ausgeklügelten Systems mit der Zielperson zu verbinden und in ihr tiefstes Inneres einzudringen, um ihr dort gezielt Gedanken zu stehlen. Doch was, wenn die Zielperson bemerkt, dass sie träumt und sich damit gegen den Einbruch wehren kann? Eine Traumebene ist für Cobb nicht genug, er versetzt die Zielpersonen in Träume im Traum, dem schlafenden Opfer wird suggeriert, dass es aufgewacht sei, nur um ihm dann in der nächsten Traumebene sein Geheimnis zu entlocken.

Mr. Saito (Ken Watanabe), ein undurchsichtiger japanischer Geschäftsmann, beauftragt Cobb eine „Inception“, das Quasi-Gegenteil einer „Extraction“, durchzuführen, der Zielperson soll dabei ein bestimmter Gedanke in ihr tiefstes Unterbewusstsein „eingesetzt“ werden, der ihr Handeln in der Wirklichkeit beeinflusst. Auch wenn Cobb der Beste auf seinem Gebiet ist, stellt eine „Inception“ eine fast unmögliche Aufgabe dar. Er lässt sich dennoch darauf ein, erhofft er sich doch von seinem einflussreichen Auftraggeber seine langersehnte Freiheit zurück zu erhalten. Für diesen schwierigen Auftrag rekrutiert Cobb ein Spezialisten-Team bestehend aus seinem Assistenten Arthur (Joseph Gordon-Levitt), der kreativen Traumarchitektin Ariadne (Ellen Page) und dem meisterhaften Fälscher Eames (Tom Hardy). Es beginnt ein surreales Spektakel, in dem der Zuschauer sich manches Mal fragt, ob ihm nun Traum oder Wirklichkeit vorgeführt wird. Nebenbei beschäftigt sich Cobb auch mit seiner eigenen Psyche und kommt mit Hilfe von Ariadne den Geheimnissen seines Unterbewusstseins auf die Spur.

Christopher Nolans „Inception“: Handwerklich wie finanziell ein Meilenstein

Christopher Nolans Meisterwerk „Inception“ gilt schon jetzt als heißer Anwärter für mindestens einen Oscar und stürmte in den USA mit 60,4 Millionen Dollar am Premierenwochenende den ersten Platz der Kinocharts – DiCaprios bislang erfolgreichster Filmstart. Auch in Deutschland katapultierte sich „Inception“ mit 607.000 Zuschauer auf Platz 1 der Kinocharts (vor „Toy Story 3“ und „Twilight Saga: Eclipse“).

Auch handwerklich gilt „Inception“ als Meilenstein. Entgegen des Hollywood-Trends verzichtet Nolan weitgehend auf 3D-Effekte per Computersimulation, sondern setzt stattdessen auf bewegliche Kulissen und die Fähigkeiten seines Kameramanns Walter Pfister, mit dem er u.a. „Batman“ I und II gedreht hat. Komponist Hans Zimmer peitscht zusätzlich die Spannung mit tiefen, dröhnenden Bässen – der musikalischen Untermalung der unheilvollen Kulissen – auf.

DiCaprios Solarzellen und Warner Bros.’ Produktion

Neben der darstellerischen Herausforderung konnte Leonardo DiCaprio ein ganz persönliches Erfolgserlebnis verzeichnen. Der selbst-ernannte „Environmentalist“ (Umweltschützer und -anhänger) bat Alan Horn, den Chef von Warner Bros., in einem persönlichen Gespräch Solarzellen als Energie-Quelle zu nutzen. Laut DiCaprio wurde ein bedeutender Anteil der Energie dank der „Solar Panels“ emissionsneutral gewonnen.

Schauspieler DiCaprio setzt sich für die Umwelt ein

DiCaprio möchte sich auch in Zukunft für umweltfreundliche Energiequellen in Hollywood einsetzen, im Interview mit dem Philippine Daily Inquirer sagte er „Wir gehen mit vielen Dingen in der Welt sehr verschwenderisch um, reden aber die ganze Zeit über Umweltschutz. Ich hoffe mit diesen kleinen Schritten können wir den Prozess des Umdenkens in Zukunft auf eine größere Ebene bringen.“ Seit Jahren setzt sich DiCaprio öffentlich für Umweltschutz ein und setzt bewusst auf seinen Einfluss als Idol. Zu den Oscarverleihungen 2007 überredete er andere Prominente mit Hybrid-Autos statt Stretch-Limousine vorzufahren. Der von ihm selbst finanzierte Independent-Film „The 11th Hour“ (deutsch etwa: Fünf vor Zwölf) zeigte den schädlichen Einfluss der Menschen auf die Erde präsentierte zugleich aber Abhilfe-Maßnahmen etwa durch Energiesparlampen oder „grüne Gebäude“.

Auf die Frage, ob ihm seine Karriere oder die Umwelt wichtiger sei, sagte der 35-Jährige laut Medienberichten: „Beides liegt mir am Herzen. Allerdings glaube ich, dass unser Planet zur Zeit wichtiger ist als die Kunst. Es gibt Dinge, die sich ändern müssen – am besten jetzt gleich. Nach ‚Titanic‘ stellte ich mir die Frage, wie ich den Einfluss, den ich plötzlich hatte, nutzen könnte, um nicht nur meine Karriere voranzubringen, sondern die Welt zum Positiven zu verändern“, so der Hollywoodstar.

Um seine Fans zu erreichen nutzt DiCaprio moderne Social Media Marketing-Insturmente wie Facebook und Twitter. In seinen Botschaften macht er auf umweltpolitische Missstände aufmerksam und scheut nicht davor Politiker öffentlich zu kritisieren. Mit seiner im Jahre 1998 gegründeten Foundation macht sich DiCaprio für ökologische Nachhaltigkeit stark.

Seine Liebe zur Natur war DiCaprio zuletzt bei einem Tauchgang auf den Galapagos-Inseln beinahe zum Verhängnis geworden. Um einem Schwarm Stachelrochen zu folgen, entfernte er sich zu weit von der Gruppe und bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass ihm nicht viel mehr als ein Atemzug in der Sauerstoffflasche geblieben war. Mit seinem letzten Atemzug schwamm er zu seiner Gruppe, die ihn bei seinem dramatischen Tauchgang rettete. Dem Rolling Stone gegenüber berichtete der Hollywood-Schauspieler sein Leben sei an ihm vorbeigerauscht: „Alles, was du in dem Moment denkst, ist: ,Lass mich zum Teufel raus aus dieser Situation.‘“

Bildnachweis: Rainer Sturm, Pixelio.de

Lea Wagner - About me: 28 Jahre, in Köln lebend, Studium: Dipl. Betriebswirtin, Beruf: Executive Marketing Manager und sonst: ab September 2010 ...

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